Wismar braucht attraktive Wochenmärkte!

22.04.2017 Neues aus der Fraktion, StadtPolitik, Wirtschaft

Schöne Wochenmärkte und vor allen Dingen ein attraktiver Wochenmarkt im Zentrum steigern das Flair einer Stadt. Sie sind Anziehungs- und Treffpunkt. Und mit ihren Angeboten an frischen Waren, mit Alternativen zu den Standardprodukten der Supermärkte, mit Ständen regionaler Erzeuger, Gärtnereien, Bauern, Metzger und anderer Händler werden sie gerne besucht. Die Attraktivität des Wismarer Marktes in der Altstadt ließe sich sicher noch steigern. Wer aber glaubt, dass das das Ziel der neuen Marktsatzung sei, die die Bürgerschaft am 27.04.2017 beschließen soll, wird enttäuscht.

Eine Verlängerung der Öffnungszeiten am Samstag ist vom Tisch, weil sie weder dem Besuchsverhalten der Kunden noch den meisten Händlern entsprach. Bleibt also die Neuregelung der Standgebühren.

Der Markt ist bisher hoch defizitär. Organisation und Betreuung kosten die Stadt viel Geld und die Bürgerschaft hat im letzten Jahr im Rahmen der Haushaltssicherung beschlossen, dass Kostendeckung erreicht werden soll.

Kostendeckung wird aber durch zwei Faktoren bestimmt. Auf der einen Seite durch die Einnahmen, also durch die Standgebühren, und auf der anderen die Ausgaben, also durch die Kosten. Leider umfasst der nun vorliegende Vorschlag der Verwaltung nur die Einnahmeseite, denn die Standgebühren sollen kräftig erhöht werden.

Nun haben die Markthändler schon zu kämpfen gegen die Preise der großen Discounter. Wenn nun durch höhere Standgebühren deren Kosten in die Höhe getrieben werden, müssen sie entweder die Preise anheben oder auf Verdienste verzichten. Das eine werden die Kunden nicht hinnehmen, das andere die Händler nicht; beides mit dem Risiko, dass sich das Angebot wegen Abwanderung mancher Händler verschlechtert.

Also bleibt die Kostenseite. Dabei fallen zwei hohe Posten auf. Personalkosten für einen Marktmeister, die auch nach Information seitens der Verwaltung in der angesetzten Höhe nicht nachvollziehbar sind und hohe Kosten für die Müllbeseitigung, für die es vielleicht günstigere Alternativen gäbe.

Auch die Markthändler schütteln über solche Kosten verständnislos den Kopf. Und gute Zusammenarbeit mit dem Ziel von Akzeptanz notwendiger Änderungen sieht anders aus. Wieder einmal müssen wir feststellen, dass es der Stadtverwaltung nicht gelingt, sich mit den Betroffenen oder Beteiligten konstruktiv an einen Tisch zu setzen und sie und auch uns nicht von der Richtigkeit ihrer Entscheidung zu überzeugen. Die FÜR-WISMAR-Fraktion hat deshalb den Antrag gestellt, die Kosten nicht zu erhöhen, solange die Unumgänglichkeit nicht nachgewiesen ist

Wir wollen für unsere Bürger einen attraktiven Wochenmarkt!

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