Ein zentrumsnaher Skaterpark – stark machen für unsere Jugend!

01.08.2018 Juli 2018

 

 

 

Zur Bürgerschaftssitzung am 30.11.2017 haben wir den Antrag eingebracht, die Bürgerschaft solle befürworten, dass bei der Erschließung und Überplanung des sog. HEVAG-Geländes an der Schweriner Straße einen Teil des Grundstücks zur Errichtung eines „Funsportparks“ für Jugendliche reserviert wird. Der Bürgermeister sollte beauftragt werden, unter Einbeziehung des KiJuPas Vorschläge für die Umsetzung vorzulegen, eine Beteiligung des Investors anzuregen und die Co-Finanzierung durch Fördermittel zu prüfen.

In unserer Begründung hieß es:

Bei der weiteren Stadtentwicklung sollte nicht nur an Wirtschaftsstandorte, Konsumangebote, Wohnbebauung gedacht werden, sondern bei der Flächenentwicklung auch geprüft werden, ob Flächen geeignet sind, Angebote für bisher eher vernachlässigte Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt mitzuentwickeln.

Funsportarten wie BMX, Skateboard, Inliner, E-Crosser, Mountain Bike, Freestyle sind bei Kindern, Jugendlichen und jugendlichen Erwachsenen beliebte Freizeitbeschäftigungen, für die es in Wismar derzeit keine ausreichenden Betätigungsflächen gibt. Die wenigen bestehenden Anlagen sind entweder reine Skateboardplätze (KJFZ, Friedenshof), zu klein, verdreckt und Treffpunkt für zwielichtige, z.T. alkoholisierte Personen (Friedenshof) oder sie sind schwierig für die meisten zu erreichen (Kagenmarkt). Dass das Interesse auch in unserer Stadt besteht, kann man deutlich z.B. in der Krämerstr. beobachten. In Fußgängerzonen, Freiflächen, Parks und anderen Bereichen ist dies aber gefährlich, störend und teilweise sogar verboten! Es fehlt an geeigneten Plätzen, um diesen Sport vernünftig zu betreiben.

Ein solcher „Funsportpark“ ist mehr als eine Sportstätte. Es ist ein Ort, an dem sich junge Menschen treffen und ihre Begeisterung für die „neuen“ Sportarten teilen. Da selbst behinderte Menschen diese Sportarten ausüben können (z.B. sog. Chairwheeling), könnte er auch ein Ort der Integration werden. Die Kinder und Jugendlichen können sich zum Ausgleich für den Schulalltag an der “frischen Luft” aufhalten, den Spaß an der Bewegung ausleben oder wieder erlernen und dadurch Stress abbauen. Die Sportarten fördern nicht nur physische Eigenschaften wie Kraft, Ausdauer, Koordination. Auch andere Eigenschaften wie Kreativität, Mut, Selbstbewusstsein, Durchhaltevermögen werden geschult und fördern die soziale Kompetenz.

Das ehemalige HEVAG-Gelände liegt innenstadtnah und ist aus den umliegenden Stadtteilen gut zu erreichen. Es bietet Flächen, auf denen ein solcher Park ohne großes „Störungspotential“ genutzt werden könnte. Eine Prüfung der Umsetzung ist daher unbedingt zu empfehlen.

Diesen Antrag haben wir zurückgezogen, weil uns verbindlich mitgeteilt wurde, dass trotz des Beschlusses der beiden Bauleitverfahren noch andere Nutzungen, die von dritter oder anderer Seite gewünscht werden, in diesem Verfahren einbezogen werden können.

Leider können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht erkennen, dass dieses Anliegen tatsächlich berücksichtigt wird. Verwiesen wird auf das Sportstättenentwicklungskonzept, aber das scheint uns eher ein langwieriger Umsetzungsprozess zu werden. Und dass nun Jugendliche in Eigeninitiative auf dem Gelände des Kinder- und Jugendfreizeitzentrums (KJFZ) Anlagen zum Skaten errichtet haben, zeigt den Bedarf.

Deswegen wollen wir uns – und das sollten auch Sie tun  – weiter für einen solchen Skaterpark in der geeigneten Lage einsetzen.

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